04.02.2015

Hawaii - Big Island, der Südosten

Auch heute in der Früh haben wir wieder schönes Wetter. Aus diesem Grund bleiben wir auf der Ostseite (auf der es nicht so oft schön ist). Wir fahren als erstes in den Vulcano National Park (10 USD Eintritt pro PKW), der die aktivsten Vulkane Hawaii's beherbergt. Im Besucherzentrum bekommen wir eine Route vorgeschlagen (der Ranger könnte das ganze sogar auf Deutsch erklären), die wir dann einhalten.
Wir starten an der Caldera des Kilauea. Dort wo der Rauch aufsteigt liegt ein aktiver Lavasee.

Nicht weit entfernt kann man Dampfsäulen aus dem Boden aufsteigen sehen. Auf der Wiese davor ist alles voll mit Bambusorchideen.

Weiter geht es mit einer Wanderung (6,4 km), dem Kilauea Iki Trail. Er führt rund um und durch einen erstarrten Lavasee, der von einem Ausbruch aus dem Jahr 1959 stammt.

Am Bild oben rechts sieht man die Stelle, von der aus die Lava im Jahr 1959 in einen Krater floß, der von einem Ausbruch mehrere hundert Jahre zuvor stammte. Die Lavafontäne war an einem Tag bis zu 500 m hoch. Am Ende des Ausbruchs war der Krater um 120 m weniger tief und es blieb ein See aus Lava, der erst nach ca. 30 Jahren ganz fest wurde und heute noch immer heiß ist, sodass eindringendes Wasser als Dampf wieder an die Oberfläche kommt.
Interessant ist, wie das Abkühlen zu Verwerfungen geführt hat und wie in der Zwischenzeit die Pflanzen wieder beginnen den Krater zu besiedeln.

Unmittelbar neben dem Lavasee liegt eine Höhle (Thurston Lava Tube), die entstand, als ein Lavastrom vor ca. 500 Jahren in Richtung Osten geflossen ist. Außen ist die Lava erstarrt im inneren weiter geflossen und wie alles abgeflossen war, ist diese Höhle zurückgeblieben.

Wir fahren nach Südosten und kommen nach Pahoa Town, die Stadt, die gerade von einem Lavastrom bedroht wird. Ein Haus ist der Lave bereits zum Opfer gefallen und in Moment sind der Marktplatz, Polizeistation und Feuerwehr bedroht. Einige Straßen sind gesperrt.
Weiter geht es an die Küste (durch eine Allee - siehe unten) zu einem besonderen Schwimmbecken (Ahalanui Warm Spring): An einem felsigen Strandabschnitt wurde ein großes Schwimmbecken (eigentlich nur eine Einfassung ohne Boden) angelegt, mit einer Öffnung zum Meer hin, damit Frischwasser nachlaufen kann. Das besondere ist jetzt, dass der Boden unter dem Becken noch thermisch aktiv ist und das Wasser dadurch relativ stark erwärmt wird. Eine Therme direkt am Meer.

Auf der Rückfahrt stoppen wir noch einmal in Pahoa Town und essen in einem Lokal namens "Kaleo's". Ariane bestellt Mahi Mahi (Goldmakrele) und David Meeresfrüchtespaghetti. Es schmeckt ausgezeichnet ...


14. Tag - Übersicht - 16. Tag