Wie gestern geplant, machen wir uns heute auf den Weg zum höchsten Gipfels Hawaiis dem Mauna Kea. Von Hilo aus geht es auf schön ausgebauten Straßen Richtung Westen (Saddle Road), wobei man schnell an Höhe gewinnt. Nachdem man von der Saddle Road in Richtung Norden abbiegt geht es auf einer schönen Bergstraße in Richtung Norden den Mauna Kea (der Vulkan ist seit ca. 4.500 Jahren nicht mehr aktiv) hinauf. Am Gipfel befindet sich eine Sternwarte mit den momentan besten Teleskopen auf der Erde, weil die Atmosphäre darüber so klar ist, dass perfekte Aufnahmen vom Weltall gelingen.
Auf 2.800 Metern Höhe gibt es ein Besucherzentrum. Dort muss man sich über die aktuelle Gefährdungslage beraten lassen.
Obwohl das Wetter strahlend schön ist, sagt man uns, dass wir nicht zum Gipfel wandern dürfen, weil es wegen Sturms zu gefährlich ist. Die Ranger erlauben uns einen nahegelegenen kleinen Krater zu besteigen. Dort stellen wir fest, dass es vernünftig ist, bei diesem Wind den Berg nicht zu besteigen - teilweise weht es uns vom Weg.
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Nicht weit entfernt vom Mauna Kea liegt der Mauna Loa. Vom Meeresgrund gemessen ist er über 9.000 m hoch und damit eigentlich der höchste Berg der Welt. Wir beschließen dort einen weiteren Versuch zu wagen.
Schon die ca. 28 km lange Anfahrt ist ein Abenteuer. Die einspurige Fahrbahn zieht sich durch endlose Lavafelder und es geht laufend ab und auf, wie auf einer Hochschaubahn. Zum Glück haben wir auf der ganzen Strecke keinen Gegenverkehr.
Schließlich kommen wir bei der Wetterwarte an, die auf 3.397 m liegt. Berühmt ist die Station dafür, dass dort, weit abgelegen von allen Umwelteinflüssen, die Kohlendioxidkonzentration gemessen wird. Die stetige Zunahme, die dort seit 1960 gemessen wird, wurde in Zusammenhang mit einer Zunahme der mittleren Temperatur als vom Menschen gemachtes Global Worming bekannt.
Uns interessiert im Moment mehr der Aufstieg zum Gipfel (4.170 m). Wir sind die einzigen Wanderer an diesem Tag, aber schon etwas spät dran (wegen unseres "Abstechers" zum Maua Kea) und außerdem macht sich der starke Wind und die Höhenluft bemerkbar, darum schaffen wir es nicht ganz hinauf.
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Trotzdem ist es eine beeindruckende Wanderung durch unterschiedlichste Lavaformationen. Es scheint zum Teil so, als wäre ein impessionistischer Künstler am Werk gewesen.
Ariane entdeckt beim Schuhezubinden zufällig eine Olivin-Ader, worauf in uns sofort das Schatzsuchergen aktiviert ist. Wir finden tatsächlich einige schöne Kristalle und zwar nicht nur die grünen, die wir von den Azoren schon kennen, sondern auch gelbe und orange. Die Vorkommen begrenzen sich aber auf einige wenige sehr kleine Stellen. Daneben entdecken wir noch einige andere interessante Mineralien. Geologie, Mineralogie und Petrografie wären auch interessante Themengebiete ...
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Und noch etwas entdecken wir zwischen den Lavafeldern - Schnee. Die Erinnerung an zu Hause ;-)
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