Heute starten wir den Tag mit einem Ausflug zum Mount Faber. Das ist mit ca. 106 m Höhe der vierthöchste Berg Singapurs (der höchste ist 164 m hoch). Da es heute im Unterschied zu den beiden Tagen zuvor sehr schwül und sonnig ist, genügt dieser Anstieg durch einen kleinen tropischen Regenwald schon uns den Schweiß in Strömen herauszudrücken.
Zum Glück gibt es oben die Bergstation der Seilbahn, die gut klimatisiert ist und wir können uns wieder abkühlen. Leider sehen wir weder beim Auf- noch beim Abstieg die Affen, vor deren Fütterung überall gewarnt wird.
Apropos Seilbahn - sie geht nicht nur auf den Mount Faber, sondern stellt auch eine Verbindung zur vorgelagerten Freizeitinsel Sentosa dar. Heute sind wegen des zweiten freien Tages zum CNY so viele Leute dort hin unterwegs, dass wir den Besuch der Insel von unserem Programm streichen.
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Bevor wir uns auf den Weg zum nächsten Ziel machen, sehen wir uns noch die Vivo City an - ein rießiges Einkaufszentrum, dass so gebaut wurde, dass es weder außen noch innen Ecken gibt. Statt dessen git es überall runde Verläufe.
Eigentlich sind diese großen Einkaufszentren (von denen es in Singapur auf wenigen Quadratkilometern Fläche mindestens ein Dutzend gibt), inzwischen überall auf der Welt sehr ähnlich mit häufig gleichen oder ähnlichen Shops. Von daher ist unser Interesse schnell erschöpft.
Wir landen dann aber bei einem kleinen Cafe, das in der Auslage verschiedene Eiskreationen ausgestellt hat, die sehr ansprechend aussehen. Also bestellen wir eine "Erdbeermilch" und bekommen einen Becher mit gefrorener auskristallisierter Milch, in die Erdbeersaft geschüttet wurde und oben zur Deko eine Portion Vanilleeis und gefrorene Erdbeerstückchen waren. Überraschenderweise hat diese Komposition dann aber doch sehr gut geschmeckt und war auch nicht zu süß.
Mit der U-Bahn fahren wir dann zur Station beim Marina Bay Sands Hotel, von wo aus man auch den südlichen Teil des neuen botanischen Gartens erreicht. Unsere Überlegung ist, dass man dort trotz des Feiertags sich in Ruhe mit den Pflanzen beschäftigen kann. Leider ist dem dann doch nicht so, weil erstens haben sich scheinbar x-Tausende Leute das gleiche gedacht (die Schlange vor dem Ticketoffice für den Teil, wo man Eintritt zahlen muss ist mindestens eine halbe Stunde lang) und zweitens ist es so heiß, dass man sich eigentlich nur darauf konzentiert, wo der nächste Schatten ist.
Ein paar interessante Details zum Garten:
-Er wurde 2006 geplant und 2012 eröffnet, ist 101 ha groß und liegt zur Gänze auf künstlich geschaffenem Land.
-Es gibt zwei rießige Gewächshäuser (Regenwald und Blumen) sowie einen Trail zwischen den künstlichen Riesenbäumen ("Supertrees" gennant; Bild zweite Reihe links) für die man Eintritt zahlen muss. Der Rest ist gratis.
-Die künstlichen Riesenbäume sind eine erstaunlich gute Idee. Sie sind zwischen 25 und 50 m hohe baumähnliche Gerüste, die mit Pflanzen bewachsen (Bild zweite Reihe rechts) und in der Nacht beleuchtet sind.
-Es gibt auch einen Parkteil mit versteinertem Holz, das teilweise angeschliffen wurde - hat uns sehr gut gefallen.
-Überall gibt es ausführliche Beschreibungen und jede Menge dekorative Elemente.
In Summe macht der botanische Garten auf uns einen absolut gelungenen Eindruck - schade, dass es so heiß war und so viele Menschen im Park waren.
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Am Abend reservieren wir uns einen Tisch in einem Restaurant im Hotel. Es ist ein Buffetabend (Fixpreis p.P 138 SD inkl. Softdrinks) im größten Lokal des Hotels (Edge). Das Meersfrüchtebuffet und auch der Teil mit Sushi und Sashimi sind echt perfekt. Sonst ist das Angebot fast zu groß, die Speisen daher nicht mehr ganz heiß. Zum Teil kann man aber auch frisch zubereiten lassen (z.B. Steaks) und das ist dann wieder top. Wenn man richtig viel essen würde, würde es sich wirklich auszahlen. Sonst ist man aber vermutlich "á la carte" besser bedient.
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