Wir starten den Tag am Frühstücksbuffet mit einigen sehr leckeren Speisen. Während wir essen beginnt im Hotel eine Zeremonie mit einem Drachen und Trommeln. Der Umzug geht durch verschiedene Bereiche des Hotels und es wird jede Menge Lärm gemacht. Vermutlich eine Art Geistervertreibung zum Jahresbeginn.
Nach dem Frühstück machen wir uns auf den Weg, die Stadt zu entdecken. Zuerst wandern wir einmal durch den Stadtteil, der "Marina" genannt wird. Er grenzt an unser Hotel und beherbergt mehrere Wahrzeichen der Stadt, wie den Merlion (das wasserspeiende Ding im Bild rechts unten) oder das Marina Bay Sands Hotel.
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Natürlich fällt einem auf, dass alles hier extrem sauber ist, aber daneben gibt es auch andere interessante Dinge - z.B. Kunst im öffentlichen Raum.
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Unsere kleine Wanderung führt uns weiter nach China-Town. Obwohl da in der letzten Nacht (und in den Tagen davor) das chinesische Neujahr gefeiert wurde ist alles sehr sauber. Wir haben noch nie ein so "aufgeräumtes" Chinatown gesehen und es stinkt nicht. Die meisten Läden sind aber geschlossen, weil der Tag ein staatlicher Feiertag ist. Natürlich ist hier alles auch sehr kitschig (eine ganze Straße ist mit Ziegen dekoriert, weil jetzt das Jahr der Ziege beginnt und die Neujahrsgeschenke stehen dem nichts nach - Manderinen stehen übrigens für Reichtum).
In einem Tempel wird auch gerade die Drachenzeremonie mit ohrenbetübendem Lärm aufgeführt. Offenbar aber nur Show, weil außer den vielen Leuten mit Kameras zeigt niemand Anteilnahme.
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Erwähnenswert ist auch noch, dass die Regierung die Häuser in den traditionellen Stadtvierteln unter Schutz gestellt und renovieren hat lassen. In Folge kann man jetzt durch viele nette Straßenzüge schlendern.
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Um unser nächstes Ziel - Little India - zu erreichen, verwenden wir das erste Mal die U-Bahn (nennnt sich hier MRT). Eine einfache Fahrt kostet ca. 1 EUR. Die Stationen sind recht neu und alles ist perfekt sauber.
Unittelbar nach der MRT-Station in Little India gelangt man in eine große Markthalle. Im ersten Teil ist die "Gastronomie" untergebracht. Das sind viele kleine Buden, in denen ausgekocht wird und dazwischen Tische an denen die Gäste konsumieren, was sie von den verschiedenen Ständen gekauft haben.
Das müssen wir natürlich auch ausprobieren. Zuerst einmal zwei Kokosnüsse als Getränk. Dann gibt es "Tulang Merah" und "Mee Goreng". Natürlich haben wir keine Ahnung, was wir uns da ausgesucht haben. Ersteres ist dann ein scharfes Gericht mit Schafsknochen, von denen man die Fleischreste abnagt und das Mark aus den Knochen herausholt. Würden wir uns selbst wohl in 10.000 Jahren nie machen - aber jetzt, wo es am Teller ist, sind wir mutig. Und es schmeckt nicht so schlecht. Wir bekommen immerhin Plastikgabeln - die meisten Einheimischen essen alles mit den Fingern. Zum Glück gibt es ein Waschbecken ...
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Nach dem Essen erkunden wir den Markt weiter. Im ersten Stock gibt es gefühlte 100 Läden, die alle die gleichen Bollywood-Kleider im Angebot haben. Weiter nach hinten beginnt es zu stinken - wir nähern uns der Markthalle. Dort werden allerlei Tiere für den Verkauf zerlegt. Wären wir vorher da gewesen, hätten wir wohl erst viel später (und vor allem wo anders) gegessen.
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Weiter geht es durch die Gassen von Little India. Auffallend ist sofort, dass fast nur Männer unterwegs sind (sehr dunkle, schlanke Typen). Unmittelbar neben Geschäften für Bekleidung hat meist ein Schneider mit Uraltnähmaschine diekt auf der Straße seinen Stand. Wahrscheinlich kann man da das Gekaufte bei Bedarf gleich ändern lassen. Die lange Schlange vor dem Western Union Schalter ist wohl auf die vielen Gastarbeiter hier zurückzuführen, die Geld nach Hause schicken.
Viele Kunden finden sich auch bei den unzähligen Juwelieren - man merkt die wichtige Rolle von Gold in der indischen Kultur. Das seltsamste sind aber die Telekom-Shops. Beim Eingang sitzen Typen mit Mikrofonen, die irgendetwas anpreisen und drinnen sind die Läden so voll, dass man sich vermutlich kaum noch bewegen kann (man beachte wieder den Anteil von Männern am Foto). In nur einer Straße gibt es wenigstens sieben solcher Shops. Erklärung haben wir keine ;-)
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Unsere Wanderung geht weiter zum malayischen Viertel, das muslimisch geprägt ist. Die große Moschee wird gerade renoviert. Wir können also nicht sagen, ob sie wirklich so gut aussieht, wie im Reiseführer behauptet wird.
Die Gassen die an die Moschee anschließen sind auf jeden Fall sehr nett. Es gibt dort viele Läden mit Stoffen und Waren aus Seide und Kaschmir und die obligatorischen Schneider. Auch Teppichhändler dürfen da nicht fehlen. Und zwischen den Geschäften gibt es Restaurants, die Spezialitäten aus allen Ecken des Orients anbieten. Das ganze ist ebenfalls das Ergebnis eines Revitalisierungsprogramms der Regierung.
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Mit der U-Bahn fahren wir zurück in Richtung Hotel. Von der Station aus machen wir noch einen kleinen Abstecher zum Riesenrad - dem "Singapore Flyer". Es ist ähnlich groß wie das "London Eye". Da das Wetter nicht so gut ist, verzichten wir auf die Fahrt.
Am Weg fällt uns noch auf, dass die Brückenpfeiler der Stadtautobahn begrünt sind. Überhaupt versucht man hier so viel wie möglich zu begrünen, was zum einen sehr nett ist und zum anderen zu einem guten Mikroklima beiträgt.
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Zum Abendessen wollen wir in ein Japan-BBQ-Restaurant gehen, dass wir am Nachhauseweg gesehen haben. Leider hat es dann wegen dem CNY nicht offen. Wir weichen zu einem anderen japanischen Restaurant in der Nähe aus. Das Essen ist nicht umwerfend, aber wir wissen jetzt immerhin, das Ochsenschwanzsuppe gut schmeckt. Auch ein Glas echten japanischen Sake haben wir verkostet. Geschmacklich ist es kein besonderes Erlebnis, aber es ist auf jeden Fall trinkbar.
Zurück im Hotel gönnen wir uns zum Tagesausklang in einer der "Bar-Inseln" noch einen Cocktail.
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