Es regnet die ganze Nacht durch und zwar so heftig, wie bei uns bei einem Gewitter in den schlimmsten 5 Minuten. In der Früh lässt es für etwa eine Stunde nach. Passt genau für unser Frühstück am Balkon. Dann beginnt es wieder zu schütten. Nach dem Packen lassen wir uns noch einmal nach Koror bringen und gehen in ein indisches Restaurant ("The Taj") Mittagessen. Das Essen schmeckt ausgezeichnet ist aber auch das teuerste auf Palau.
Dann spazieren wir noch die "Hauptstraße" entlang und landen bei einem privaten Museum. Für 10 USD pro Person kann man einiges zur Geschichte und Natur Palaus erfahren. Im Shop tätigen wir unseren bisher einzigen größeren Einkauf - ein Buch über die Meerestiere Palaus. Unten zu sehen sind ein Bild von Glasperlen (Zahlungsmittel und Statussysmbol) und einer Rießenmuschel.
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Am Abend geht es dann (vom Hotel organisiert viel zu früh) zum Flughafen und wir lassen das Check-In-Prozedere über uns ergehen und dürfen 100 USD für die Ausreise bezahlen. Zeit für eine Zusammenfassung zu Palau:
-Nach Palau zu kommen, ohne zu tauchen, macht wohl keinen Sinn. Am Traumstrand liegen kann man wo anders sicher günstiger und mit weniger Aufwand.
-Es herrscht viel Betrieb rund um die Tauchspots, aber das, was man zu sehen bekommt, ist atemberaubend. Besonders die Anzahl der Großfische auf engstem Raum dürfte ziemlich einzigartig sein. Gleichzeitig machen die Ökosysteme einen ziemlich intakten Eindruck.
-Die Tauchbasis, die wir uns ausgesucht haben, war sicher nicht die günstigste, aber die Ausrüstung, die Betreuung durch die Guides und auch die Organisation waren top. Danke an "Fish n Fins".
-Palau ist sehr teuer und zwar so gut wie alles (außer Restaurants) - besonders auch die beiden "Supermärkte".
-Unser Hotel war zwar eines der besten auf Palau mit tollem Ausblick und superfreundlichem Personal, aber Preis/Leistung hat nicht ganz gepasst und wenn man eh den ganzen Tag unterwegs ist, ist ein Standard-Hotel im "Zentrum" von Koror wohl leicht ausreichend.
-Die Menschen auf Palau sind extrem freundlich. Sowohl die Einheimischen, als auch die vielen philippinischen Gastarbeiter.
-Es ist sehr sicher (haben unseren Rucksack mit 2.000 USD den ganzen Tag im Auto der Tauchschule lassen können). Laut UNO-Wertung gehört es zu den 5 sichersten Reisezielen auf der Erde.
-"In der Trockenzeit kann es auch bis zu zweimal am Tag kurz regnen" - diese Aussage des Reiseführers stimmt so nicht. Richtig wäre: "In der Trockenzeit kann es auch bis zu zweimal am Tag kurze Regenpausen geben".
-Laut dem Präsidenten von Paulau ist Palau schon vor längerem im Kommunikationszeitalter angekommen und jeder zweite Shop wirbt mit "Gratis WiFi". Das ist zwar nicht ganz falsch - denn es gibt tatsächlich Internet, aber es ist so langsam, dass alles größer 200kByte eine unüberwindbare Hürde darstellt. Außerdem gibt es keine Roamingabkommen, d.h. die Mobiltelefone der Ausländer gehen schlicht nicht.
-In letzter Zeit sind immer mehr chinesische Touristen nach Palau gekommen. Sie sind bei den Einheimischen nicht sehr beliebt. Wir können verstehen wieso ...
-Summa summarum: Es ist zwar wahnisinnig weit weg, aber wir würden trotzdem gerne wiederkommen und durchaus noch mehr Tauchgänge machen - dann aber gleich alles im Paket von zu Hause gebucht.
Der Flug nach Manila verläuft sehr angenehm. Bei der Immigration ist eine ziemlich lange Schlange. Für knapp über 10 Minuten Fahrt werden uns 30 USD abgenommen, aber dann sind wir im Hotel (Marriott). Bei der Einfahrt wird das Auto auf Bomben untersucht und es stehen Wächter mit automatischen Waffen vor der Einfahrt. Wir müssen unser Gepäck ausladen und durch Kofferscanner fahren lassen. Dabei wird unser Tauchmesser entdeckt. Wir haben die Wahl entweder die Tauchtasche in Verwahrung zu geben, oder das Messer auszupacken. Wir entscheiden uns für ersteres. Willkommen auf den Philippinen ...