In der Nacht beginnt es heftig zu regnen. Phasenweise ist der Regen so stark, dass Ariane wegen des lauten Geräusches nicht schlafen kann. Und der Regen hört nicht mehr auf ...
Trotzdem werden wir pünktlich abgeholt und fahren zur Tauchbasis. Dort werden wir schon von zwei Guides erwartet. Die Kajaks sind schon auf einen Anhänger verladen und wir fahren los - quer über die Insel zu einer kleinen Anlegestelle.
Auch dort regnet es in Strömen. Trotzdem werden die Kajaks zu Wasser gebracht und wir starten unseren Ausflug.
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Unser Kajak gefällt uns ziemlich gut. Es hat Rückenlehnen, gute Paddel, liegt gut im Wasser und lässt sich sauber steuern. Unsere beiden Guides haben Einsitzerkajaks. Da wir zu zweit sind können wir unsere mangelnde Übung gutmachen und halten mit den beiden ohne Probleme mit. Sie erzählen uns sehr viel über die Inseln - sowohl über die Natur als auch die Gesellschaft.
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Die Fahrt führt uns zwischen die Inseln. Wir halten uns meistens ganz nah an die Felsen, weil sie etwas überhängen und gemeinsam mit den Pflanzen darüber einen Regenschutz darstellen. Außerdem ist dort die Strömung oft nur ganz schwach.
Die Farben des Wassers sind wie immer beeindruckend und ergeben einen schönen Kontrast zum üppigen Grün der Inseln. Außerdem ist das Wasser trotz des Regens so klar, dass man vom Boot aus das Geschehen unter Wasser beobachten kann.
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An einer Stelle, die unser Guide für besonders interessant hält springen wir alle ins Wasser und erkunden die Gegend mit den Schnorcheln. Dieser Bereich ist die Kinderstube für viele Fische, die man das als ausgewachsene Exemplare draußen an den Riffen sehen können. Zum Beispiel sehen wir viele kleine Papageienfische. Es gibt hier aber auch ganz eigene Kreaturen, wie die beiden Fische auf den linken Bilden. In der rechten oberen Reihe ist ein Picasso-Drückerfisch zu sehen, wie er unvertaulichen Korallenkalk ausscheidet. Das farbenbrächtige Ding darunter ist eine Muschel.
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Wir setzen unsere Fahrt entlang der Rock Islands fort. Im Unterschied zu den Hauptinseln sind sie nicht vulkanischen Ursprungs, sondern Korallenstöcke. Wir erreichen eine Durchfahrt, die aber fast ganz unter Wasser steht. Wir befestigen die Kanus und setzen unsere Erkundung mit Flossen und Schnorcheln fort und schwimmen/tauchen durch die Öffnung.
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Im Inneren der Insel liegt ein großer Salzwassersee, in dem die verschiedensten Arten von Fischen, Muscheln und Korallen leben. Sowohl hier als auch schon zuvor beim Schnorcheln ist und aufgefallen, dass das Wasser an der Oberfläche ungewöhnlich kühl ist. Es ist das Regenwasser, dass von den heftige Niederschlägen der letzten Stunden stammt. Wenn man hinuntertaucht, dann steigt die Temperatur von 26° an der Oberfläche auf 29° ab etwa 3 m Tiefe. Wenn sich das warme Salzwasser mit dem kühleren Süßwasser mischt, dann scheint das Wasser Schlieren zu haben und die Sicht ist pötzlich viel schlechter, als in der Umgebung.
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Im weiteren Verlauf erkunden wir zwei Höhlen, die mit dem Kajak befahren werden können. In einer leben einige Fledermäuse, die die für sie so typischen Geräusche zur Orientierung machen. Noch etwas zum Thema Fledermäuse: Es gibt hier eine Art, die die Einheimischen gerne zu Suppe verarbeiten. Das wussten wir aus dem Reiseführer. Heute haben wir sie gesehen und waren überrascht, wie groß sie sind. Im Flug sehen sie groß aus, wie bei uns ein Rabe.
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Unten sind noch 2 Pflanzen zu sehen, die uns aufgefallen sind. Links eine Orchideenart mit Blüten, wie wir sie bisher noch nie gesehen haben. Und rechts eine Blüte der Nationalpflanze Palau's (eine Lilie).
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In Summe sind wir 6 Stunden unterwegs. Die Sonne zeigt sich nie. Mindestens 2 Stunden regnet es. Wirklich warm war es nur, wenn man beim Schnorcheln abgetaucht ist. Aber dafür war es eine einmalige Landschaft. Die meiste Zeit waren nur wir und die Guides unterwegs, ohne eine anderen Menschen zu sehen.
Am Abend gehen wir auf Empfehlung in ein unscheibares Lokal, weil es dort lokalen Fisch geben soll. Tatsächlich bittet man uns einen Blue Marlin aus der Gegend zu einem günstigen Preis an. Leider grillt in der Koch etwas zu viel und wir können nicht wirklich sagen, wie gut ein Blue Marlin schmeckt.