Um kurz nach 08:00 werden wir von einem kleinen Shuttlebus der Tauchbasis (Fish n Fins) abgeholt. Gleich hinter der Basis ist die Anlegestelle der Boote und wir sind der Neptun zugeteilt. Mt uns am Boot sind noch 9 andere Taucher (3 Deutsche, 4 Chinesen und 2 andere Asiaten), 2 Tauchguides und der Skipper.
Die Sachen sind relativ bald verstaut und wir fahren los in Richtung "German Channel". Das ist ein künstlicher Kanal, der von der deutschen Kolonialverwaltung (ja, Palau war vor dem ersten Weltkrieg deutsche Kolonie) in ein Riff gesprengt wurde, um zwischen zwei Inseln eine sichere Schiffsverbindung zu gewährleisten.
Das Meer ist angenehm ruhig und wir genießen die ca. 50 minütige Fahrt mit dem Schnellboot durch eine unglaublich schöne Inselwelt. Der Kontrast zwischen dem Grün der völlig mit dem Pflanzen überwucherten Insel mit dem Türkis des Wassers davor sieht so gut aus, dass es schon unecht wirkt.
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Wir ankern an einer Stelle, die "Manta Cleaning Station" genannt wird. Beim Briefing wird uns erklärt, dass wir uns rund um einen Felsen in den Sand setzen sollen und dass dann die Mantarochen kommen, um sich dort von Putzerfischen reinigen zu lassen.
Bloß die Mantas haben nicht gewusst, dass wir auf sie warten und so vergehen 20 Minuten, ohne dass wir etwas sehen. Unserer chinesischen Freunde nutzen die Zeit sich gegenseitig zu fotografieren, wir schauen uns die Tiere und Pflanzen auf ein paar benachbarten Felsen an.
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Dann entschließt sich unser Guide uns nicht länger warten zu lassen und wir betauchen das benachbarte Riff.
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Bei David ist nach etwa 40 Minuten die Luft zu Ende und er muss nach oben. Kaum am Boot angekommen, tauchen direkt daneben 3 Mantarochen auf. Nur mit der Tauchermaske bewaffnet springt er wieder in Wasser und kann sie noch eine Zeit lang beobachten. Ariane sieht inzwischen unter Wasser mehrere große Schulen von Fischen.
Wir fahren dann ein Stück weit zu unserem nächsten Tauchplatz dem "Big Drop-Off". Bevor wir aber wieder ins Wasser dürfen müssen wir Pause machen (Stickstoff lässt grüßen), was wir für einen Lunch am Boot nutzen. Wegen der ruhigen See können auch wir das Essen genießen (Thunfisch gegrillt).
Nach der Essenpause kommt die WC-Pause an die Reihe (wichtige Taucherregel: nie in den Anzug pinkeln). Da unser Boot kein WC hat, spring dazu in der Badehose ins Wasser und ...
Das ganze wird recht lustig. Zuerst entdecken wir, dass direkt unter unserem Boot ein Haifisch am Sandboden schläft (er lässt sich in Folge von uns auch in keinster Weisse stören). Wirklich witzig wird es aber, als die Deutsche an der Reihe ist und sie zwar muss, aber nicht kann. Sie bekommt jede Menge gute Ratschläge, was sie machen soll. Am Boot nimmt das Gelächter kein Ende, während sie im Wasser schon ganz verzweifelt ist. Sie muss es dann unverrichteter Dinge wieder aufgeben.
Dann tauchen noch Ranger mit einem Boot auf, um unsere Tauchpermits zu prüfen (ob wir auch wirklich bezahlt haben - 105 USD pro Person).
Bald darauf dürfen wir wieder ins Wasser. Die Stelle ist eine Felswand die fast senkrecht nach unten abfällt (zum Teil 400m). Jacques Cousteau hat diesen Platz als eine der besten Tauchwände der Welt bezeichnet. Wir lassen uns von der Strömung ihr entlang treiben. Hauptattraktion sind die Großfische, die man hier zu Gesicht bekommt. Wir sehen eine Meeresschildkröte und unzählige schlafende Haie, aber auch gut ein Dutzend aktive. Zwei Haie, die sich mit einem Napoleonfisch um Beute streiten sind der Höhepunkt. Leider stört der viele Plankton beim Fotografieren sehr und wir haben keine guten Bilder. Wir werden versuchen, in den nächsten Tagen bessere zu bekommen.
Bei diesem Tauchgang kommen wir auf 32 m Tiefe und sind 37 Minuten unterwegs, bevor die Druckluftflasche leer ist.
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Zurück im Hotel organisieren wir uns einen Transfer (gratis angeboten) zu einem Fischlokal (Fisherman's). Das Restaurant ist uns am Vortag schon aufgefallen, weil der Bereich mit den Tischen auf einem schwimmenden Steg liegt. Und so können wir direkt von unserem Tisch die Fische im Meer unter uns beobachten. Auf unseren Tellern landet auch Fisch ;-) (Grouper im Bananenblatt gegrillt) dazu Papayasalat und eine marinierte Rießenmuschel (Giant Clam).