Der Tag beginnt mit schönem Wetter. Also sind Ausflüge angesagt. Ziel ist die Südspitze der Insel. Unterwegs halten wir an einem Aussichtspunkt und sind von dem klaren Wasser schwer beeindruckt ...
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Als nächstes halten wir bei einem botanischen Garten, der im Krater eines alten Vulkans gepflanzt wurde (Koko Crater Botanical Garden). Es gibt einen Rundweg, der in etwa 3 km lang ist und durch die verschiedenen Bereiche des Gartens führt. Ein Bereich bedeutet die Pflanzen, die auf einem Kontinent in Trockengebieten (Es beeindruckt uns immer wieder, wie auf O'ahu binnen nur weniger Kilometer ganz andere Vegitationszonen vorkommen) wachsen.
Unzählige Pflanzen sehen wir überhaupt zum ersten Mal. Und auch die unglaublichen Formen, die manche Blüten und Früchte haben, sind erstaunlich. Ganz nebenbei ist die Gegend geologisch interessant, weil man auf engstem Raum so gut wie alle Gesteinsarten vulkanischen Ursprungs entdecken kann.
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Zu Mittag geht es in eine lokale Burgerkette (Teddy's Bigger Burger), die behaupten Slowfood-Burger herzustellen. Man kann aus drei Größen, mehreren Garstufen und vielen Beilagenkombinationen wählen. Das ganze schmeckt dann überraschend gut (sogar Ariane).
Anschließend ist die Hauptattraktion des Tages an der Reihe - der Hanauma Bay Nature Preserve Park. Es ist ein Vulkankrater, der zum Meer hin eingestürzt ist und jetzt eine Bucht bildet, in der ein Riff gewachsen ist.
Der Eintritt kostet 7,50 USD pro Person plus 1,00 USD für's Parken. Nach dem Eingang muss man sich einen Film ansehen, in dem beschrieben wird, wie man sich am Riff zu verhalten hat. Wie wir später feststellen müssen, hilft selbst das nicht - viele Zeitgenossen sind einfach zu ignorant, oder zu dumm, oder beides (übrigens sind es bis zu 4.000 Besucher am Tag).
Die Bucht wird durch eine Riffkante in zwei Teile geteilt (im Bild rechts unten schwarz eingezeichnet). Der strandseitige Teil (die Keyhole Lagune) ist flach und ruhig und man kann viele kleinere Fische beobachten. Dort tummeln sich mehr als 99% der Besucher. Die Riffkante kann man nur an zwei Stellen durch einen Kanal durchqueren (wenn man nicht verbotener Weise über das Riff geht), wovor aber wegen der starken Strömungen gewarnt wird.
Dahinter soll es aber die größeren Fische (angeblich sogar Haie), Schildkröten und Oktopusse zu sehen geben.
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Wir melden uns also bei den Rettungsschwimmern, dass wir durch den Kanal wollen. Sie fragen nocheinmal nach, ob wir uns sicher sind und gut genug schwimmen können und geben dann ihr ok. Es ist dann wirklich bemerkenswert, wie viele Fische sich in der Lagune sehen lassen, obwohl so viele Schnorchler herumschwimmen. Aber da wir mehr vorhaben, lassen wir den Teil schnell hinter uns und schwimmen in den Kanal. Dort gibt es zwar eine Strömung zum Meer hinaus, sie kommt uns aber nicht sehr stark vor.
Dahinter eröffnet sich dann ein perfektes Riff mit unzähligen Fischen. Wir sehen Papageien-Fische, einen Oktopus, Trompetenfische, Halfterfische, Drückerfische, Doktorfische, Zebrafische, Schmetterlingsfische, einen großen Raubfisch (wahrscheinlich eine Stachelmakrele; 60 cm oder länger) und Schwärme von anderen bunten und silbernen Fischen, die wir nicht bestimmen können. Hai sehen wir leider keinen und eine Schildkröte auch nicht (obwohl wir dann Leute am Strand davon erzählen hören).
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Nach etwa einer Stunde wird es Ariane kühl (das Wasser hat 24°) und wir treten den Rückweg an. Jetzt zeigt sich, wie stark die Strömung im Kanal sein kann. Wir müssen beide kräftig strampeln um die ca. 20 Meter mit der stärksten Strömung zu durchschwimmen. Am Strand genießen wir dann noch die Nachmittagssonne und erholen uns vom Schwimmen.
PS: Morgen stehen vier Tauchgänge an - hoffentlich bei ruhiger See.