27.01.2015

Hawaii - Pearl Harbor und Südrunde

Wieder ist das Wetter in der Früh nicht allzu berauschend und wir beschließen einen weiteren Ausflug zu machen. Heute nehmen wir uns Pearl Harbor und den Süden der Insel vor.
Bei der Fahrt nach Westen weichen die Wolken exakt an der gleichen Stelle hinter den Bergen der Sonne, wie wir das gestern auch schon erlebt haben. Uns fällt auf, dass die Bereiche, in denen es bewölkt ist ganz grün sind, während es in den sonnigen Teilen durchaus auch braune Stellen in der Landschaft gibt. Die Verteilung zwischen Sonne uns Regen scheint also ziemlich stabil zu sein.
Die Zufahrt zum Besucherzentrum in Pearl Harbor ist eher nicht so gut beschildert. Wir drehen also ein paar Ehrenrunden bevor wir am Ziel ankommen. Wir entscheiden uns für die kostenlose Tour zur USS Arizona inklusive Film mit einigen Erklärungen.
Merkwürdig ist, dass in dem Film der Krieg an und für sich nicht als etwas schlechtes dargestellt wird. Es wird nur gesagt, dass es der Lauf der Geschichte war, der zum Krieg führte und dass es quasi das Schicksal von über 1.500 Männern auf der USS Arizona war zu sterben ohne aktiv an einem Kampf teilgenommen zu haben.
Während die anderen Schlachtschiffe, die beim japanischen Überfall auf Pearl Harbor beschädgt oder zerstört wurden, repariert und oder gehoben wurden, wurde die USS Arizona zu einem Denkmal erklärt und liegt heute noch dort, wo sie im Dezember 1941 gesunken ist. Darüber wurde ein "Shrine" errichtet in dem die Namen der Gefallenen augelistet sind.
Pearl Harbor ist auch heute noch der Hauptstützpunkt der amerikanischen Pazifik-Flotte.

Da es inzwischen Mittag geworden ist, folgen wir einer Empfehlung eines Reiseführers zu einem Lokal (Poke Stop), das etwa 15 Minuten von Pearl Harbor entfernt liegt. Es wird empfohlen, diesen Umweg unbedingt in Kauf zu nehmen. Aber entweder haben wir das falsche bestellt, oder das Essen ist doch nicht so gut, wie angepriesen. Unsere Begeisterung hält sich auf jeden Fall in Grenzen, wenngleich das Personal sehr freundlich ist.

Unser nächstes Ziel ist ein Vulkankrater in der Nähe von Honolulu. Er heißt Diamond Head, weil die ersten Entdecker seine Kalzit-Kristalle für Diamanten hielten. Durch einen Tunnel kann man in sein Inneres fahren und dort den Aufstieg auf die Kraterflanke beginnen. Sie war zu Beginn des 20. Jahrhunderts zu millitärischen Zwecken ausgebaut worden (Feuerleitstände für die Küstenbatterien) und ist nach wie vor über diese Wege begehbar. Man startet auf 61 m über dem Meeresspiegl und gelangt am Ende auf 232 m ÜNN. Unterwegs begegnen uns einige Wanderer, die sich offensichtlich etwas übernommen haben (zur Steigung kommen nämlich noch die direkte Sonneneinstrahlung und entsprechend hohe Temperaturen).
Der Aufstieg lohnt sich aber auf jeden Fall, weil sowohl unterwegs, als auch von oben einen tollen Ausblick hat (im Bild unten Links auf Honolulu mit der Waikiki-Beach).

Weiter entlang der Südküste kommen wir an einigen landschaftlich sehr beeindruckenden Stellen vorbei ...

Während wir an einem Aussichtspunkt für ein paar Fotos stoppen, können wir zufällig im Meer direkt vor uns einen Wal beobachten, wie er mehrmals an die Oberfläche kommt und dann sogar aus dem Wasser springt.


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