23.01.2015

San Francisco - Alcatraz und Golden Gate Bridge

Am Vortag haben wir uns via Internet Tickets für den "Early Bird" Transfer nach Alcatraz gebucht. Normalerweise sind wir ja nicht so die "Early Bird" Fraktion, aber da wir die Zeitumstelleung noch nicht ganz auf die Reihe gebracht haben, denken wir, dass wir die Zeit in der Früh so gut nutzen könnten.
Und tätsächlich sind wir wieder um 03:30 munter - also genug Zeit bis zum Transfer, der um 08:45 am Pier 33 startet. Die ganze Insel wird von der Nationalparkverwaltung betreut und der Eintritt inkl. Boots-Transfer und Audio-Guide auf der Insel kostet 30 USD pro Person.
Es ist in der Früh zwar noch windig und dunstig, aber das Wetter verspricht wunderschön zu werden. Nach etwas mehr als 10 Minuten kommen wir in die Nähe der Insel.

Oben im Vordergrund erkennt man den Leuchtturm (der älteste an der Westküste Amerikas), dahinter den Zellenblock und ganz rechts außen das Dock.
Die Insel wurde zuerst für den Leuchtturm genutzt, dann als Fort und ab 1934 als Hochsicherheitsgefängnis. Das blieb sie bis 1963 als das Gefängnis aus Kostengründen geschlossen wurde.

In der unteren Reihe links sieht man die Duschen - aus denen warmes Wasser kam (damals das einzige Gefängnis in der USA, in dem es so etwas gab). Das war aber nicht aus humanitären Gründen, sondern man wollte so verhindern, dass sich die Häftlinge an kaltes Wasser gewöhnen, was die Flucht erleichtert hätte.
Rechts daneben ein Blick in eine Zelle, von der ein Ausbruchversuch unternommen wurde. Der Häftling und zwei seiner Genossen haben es tatsächlich geschafft von der Insel zu entkommen, sie sind aber wahrscheinlich in den Strömungen der Bucht ertrunken.
Von der Insel hat man auch einen guten Blick auf die Stadt und die Golden Gate Bridge.

Wieder zurück in der Stadt wandern wir vorbei an den Seelöwen von Pier 39 zur Fishermans Wharf. Dort gehen wir in einem der für die Gegend typischen Lokale (Nick's Lighthouse) Mittagessen. Sie sind sehr einfach eingerichtet, bieten aber alle Arten von Fisch- und Meeresfrüchtespezialitäten. Die Portionen sind riesig und von sehr guter Qualität. Für jeden, der auf Meeresfrüchte steht, ein Traum. Diese Ecke der Fishermans Wharf ist vor allem für Krabbengerichte bekannt. Wir probieren u.a. eine dort ganz typische Suppe "Crab Chowder", mehr oder weniger ein Erdäpfel-Gemüse-Krabbenpüree, das in einem weißen runden Sauerteigbrot serviert wird (sehr lecker).

Nach einer Mittagspause auf einer sonnigen Parkbank wollen wir zur Golden Gate Bridge. Wir umwandern Fort Mason und wollen am Marina Boulvard in die Bus-Linie 28 einsteigen, die zur Brücke fährt.
Leider finden wir keine Haltestelle, aber 8 km später (entlang eines sehr schönen Küstenabschnitts) sind wir bei der Brücke. Im Licht der Nachmittagssonne und ohne den sonst üblichen Nebel ist sie ein wirklich beeindruckend schönes Bauwerk.

Danach finden wir tatsächlich eine Haltestelle der Linie 28 und sind nach einmaligem Umsteigen zurück in der Innenstadt. Nach einem kleinen Abendessen (Sushi aus dem Bio-Laden) schaffen wir es noch bis kurz nach 20:00 munter zu bleiben (neuer Rekord).
Was sonst noch aufgefallen ist:
-Stangen für Selfies (Selfie Sticks) verbreiten sich wie eine Plage.
-An jeder Ecke finden sich Brüder mit Trollies - so viele haben wir noch sonst nirgends gesehen.


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